Archiv der Kategorie 'Kapitalismus'

Tagesseminar: Zum Verhältnis von Kapitalismuskritik und Antisemitismus

Nach ein paar Monaten Pause haben wir mal wieder eine Veranstaltung organisiert, diesmal ganztägig und deutlich interaktiver als sonst, aber seht selbst:

Tagesseminar: Zum Verhältnis von Kapitalismuskritik und Antisemitismus

08.11.2014 • 14:00 Uhr • VEB Siegen, Marienborner Straße 16

Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte. Dennoch ist nicht jede Kritik an der kapitalistischen Verwertungslogik per se fortschrittlich. So verstehen sich traditionell auch Faschist_innen als antikapitalistisch. Doch auch die politische Linke ist nicht immun vor fehlerhaften Analysen und reaktionären Lösungsstrategien. Wie äußert sich nun eine regressive Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen und wie kann dem entgegnet werden?
In einem fünfstündigen Tagesworkshop sollen diese Fragen gemeinsam mit Olaf Kistenmacher geklärt werden. Schwerpunkt wird dabei das Verhältnis von regressivem Antikapitalismus und (strukturellem) Antisemitismus sein.
Das Seminar findet im Rahmen der von der Amadeu-Antonio-Stiftung organisierten „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ statt.

Für dieses Seminar sind keine theoretischen Vorkenntnisse nötig. Anmeldungen bitte per E-Mail an: lilisiegen@gmx.de

Zur Person:
Olaf Kistenmacher lebt und arbeitet als Historiker in Hamburg. Er ist Mitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e. V. und schreibt unter anderem für Jungle World, Konkret und Phase 2.
Eine Veranstaltung der Linken Liste Siegen (lili.blogsport.de) in Kooperation mit Links im Dialog.

Vortrag und Diskussion: Die iranische Konterevolution und ihre Folgen für die Freiheit der IranerInnen

Im Jahre 1979 wurde im Iran der Schah von Persien durch die so genannte iranische Revolution gestürzt. Viele IranerInnen erhofften sich vom Sturz des despotischen Regimes des Schahs ein freieres und besseres Leben.

Diese Hoffnungen wurden in Folge nicht nur enttäuscht sondern im Gegenteil brachte die auf den Sturz folgende Ausrufung durch Ajatollah Chomeini eine islamische Republik hervor.

Bereits lange vor der Staatsgründung hatte Chomeini aus seinen Vorstellungen bezüglich eines alleine auf islamischen Grundsätzen beruhenden Gottesstaat und einer dementsprechenden islamischen Rechtsprechung nach der Sharia keinen Hehl gemacht.

Die Einführung der Sharia, bedeutete und bedeutet nach wie vor eine systematische Entrechtung der weiblichen Bevölkerung.

Eben diese systematische Entrechtung, wie Ehe-, Familien- und Züchtigungsrecht, und dessen Folgen sind Schwerpunkte des Vortrages von Mina Ahadi. Dies wird im Kontext der Re-Islamisierung, also des Übergangs von einem vorher säkularisierten Staat hin zu einer islamischen Republik dargestellt und diskutiert.

Eine Veranstaltung von Women- autonomes Frauenreferat
Donnerstag, 17Juni2010
18.00 h, in der Mediathek neben dem ZFK, Kölner Straße 11

14.03.10: Fiktives Kapital und reale Krise, realer Kapitalismus und fiktive Lösungen

Vortrag von und Diskussion mit den Freundinnnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft:

Das große Zittern um die Zukunft des griechischen Staates zeigt es in aller Deutlichkeit: Die gegenwärtige Krise ist die Rückkehr jener totgesagten Krisen, die an den Fundamenten der kapitalistischen Gesellschaft rütteln; sie ist keineswegs überwunden, sondern hat sich in rapidem Tempo auf die Ebene der Staaten ausgebreitet. Was in den wirtschaftlich schwächeren Regionen das Gespenst des Staatsbankrotts hervorruft, befeuert hierzulande bereits die Hatz auf die Empfänger von Sozialleistungen.

Die etatistische Linke hat unterdessen wenig mehr zu bieten als Verschlimmbesserungen. Der linkskeynesianische Vorschlag, das Einkommen der „Bürger“ zu erhöhen, um die Krise zu überwinden, geht von der prinzipiellen Versöhnbarkeit von Kapital und Lohnabhängigen aus; und die Forderung nach Verstaatlichung von Banken und Unternehmen, die bis in ehemals autonome Kreise hinein laut wird, verstärkt die gegenwärtige Tendenz zum starken Staat und nationalen Lösungen. Keynesianische Programme können Krisen nicht lösen, sondern nur verschieben: Die gigantischen Konjunkturpakete von heute bereiten den Boden für die Krise von morgen. Entgegen den linken Illusionen gilt es, den Zusammenhang zwischen Kapitalakkumulation, Staatsverschuldung und fiktivem Kapital zu durchleuchten.

Dabei geht es nicht um akademische Fingerübungen, sondern die Perspektiven der Klassenkämpfe. Denn die doppelte Aufgabe des Staates, einerseits das System der Ökonomie zu retten und andererseits den sozialen Frieden zu bewahren und offene Revolten zu verhindern, läuft immer mehr auf einen ungemütlichen Spagat hinaus: Nicht nur in Griechenland, auch im schwer gebeutelten Kalifornien und einigen anderen Staaten trifft die Krise bereits mit entschiedenen Kämpfen zusammen. Vor diesem Hintergrund ist die Frage nach den revolutionären Potentialen zu stellen, die in der gegenwärtigen Entwicklung liegen; und die nach der Stoßrichtung für eine kommunistische Intervention in die sozialen Konflikte, die bereits aufbrechen.

Vortrag und Diskussion mit den Freundinnnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft.

Termin / Ort: Sonntag, 14.3.2010, 19.30 in der Bücherkiste Siegen-Weidenau.

14.01.2010: Vortrag und Diskussion zum Begriff der Gegenwart (Achtung! Terminänderung)

Der Referent, Stephan Siemens (Club Dialektik, Köln), wird in der Veranstaltung die These entfalten, dass ein Begriff der Gegenwart für die Handlungsfähigkeit der politischen Linken erforderlich ist und deswegen nur von der Linken zu erwarten ist. Dazu ist vielleicht die Philosophie – und insbesondere die dialektische Philosophie – besonders geeignet. Denn die dialektische Philosophie sucht im Vergehen einer Gesellschaft die Momente und das Prinzip der Entstehung einer neuen Gesellschaft.

In der Veranstaltung wird es neben dem Vortrag breiten Raum zur Diskussion der vorgestellten Thesen geben.

Termin und Ort: 14.01.2010, 19.00 Uhr in der Bücherkiste, Bismarckstr. 3, 57076 Siegen-Weidenau.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Links im Dialog und dem Ro­sa-​Lu­xem­burg-​Club Sie­gen.

Die Nackten und die Toten

Nochmals einige Gedanken zu den Studierendenprotesten; ungeordnet compiliert von Jost Eisenstein, wie immer ohne Zuhilfenahme von wasserloslichem Alleskleber. Ganzer Text.

Jost Eisenstein: Verhaltenslehren der Enge: Eine Collage ohne flinke Flasche. (Vorveröffentlichung aus #5: der letzte linke Student macht das Licht aus)

„Verfluchung der Deutschen (weil die Deutschen nicht der Rede wert sind)“ – dies war der Titel eines leider Fragment gebliebenen Essays, an dem die letzte Kommunistin, Gisela Elsner, während der Wendezeit arbeitete. Zum Deutschland, einig Vaterland-Geschreie der neuen und alten Nationalsozialisten, welche die Vereinigung der beiden Deutschlands als friedliche REVOLUTION organisierten/feierten fiel Elsner eine Menge ein.
ganzer Text

#5 erschienen!


Die fünfte Ausgabe unserer Zeitschrift #5 mit dem Themenschwerpunkt „Die (Un-)Möglichkeit linker Politik an den Hoschschulen“ ist erscheinen.

Gedruckte Exemplare werden an der Uni verteilt und in Siegen an den üblichen Orten ausliegen. Gegen Unkostenerstattung wird das Heft auch verschickt, Zusendung von pdf auf Anfrage ( mail an lilisiegen[ät]gmx.de).

Im Zeichen der Krise


Demonstranten unterbreiten in New York einen Krisenlösungsvorschlag

Am diesjährigen ersten Mai haben wir gemeinsam mit projekt[k] einen Flyer anlässlich der aktuellen Krise der kapitalistischen Produktion verteilt. Den Flyer kann man hier lesen oder hier als PDF herunterladen.