Archiv der Kategorie 'HoPo'

Wir machen’s…

Liebe KommilitionInnen, liebe FreundInnen,
liebe GenossInnen, liebe Konterrevolutionäre,

da auch die letzte Sitzung des Studierendenparlaments (Mittwoch, 29.02.12) keinen neuen AStA zustande gebracht hat, die Jusos mithin langsam kalte Füße kriegen, uni-grün zu verstehen beginnt, dass tatsächlich auch der letzte Baum abgeholzt werden muss um funktionstüchtige Kopierer zu erhalten und selbst der RCDS sich langsam darüber klar wird, dass die Schwatzbude Mensuren am Genital nicht als Evidenz von Kraft, Stärke und Deutschtum versteht, müssen auch wir uns langsam fragen, an welchem Herd wir unser hochschulpolitisches Feuerchen 2012 denn so entzünden wollen. Also haben wir kurzerhand entschlossen: Wir machen´s. Keine Frage.

Die Jusos dürften mithin beruhigt aufatmen, warb doch ihr einstiger Ministerpräsident (NRW), Wolfgang Clement (Befürworter von Studiengebühren – damals ´Studienkontenmodell´ genannt – und auch sonst ein Arschloch vor dem Herrn…) mit dem schönen Spruch: „Weil er es kann!“.

Nun, auch wir können es noch! Selbstverständlich, stellten wir doch im Superwahljahr 2006/07 den (mittlerweile legendären) Allgemeinen Studierendenausschuss und pflasterten trotz der RCDS-Greuelpropaganda („Die Kommunisten wollen mit ihren 20 Millionen Toten den neuen Parkplatz am AR schottern…“) keine Parkplätze und/oder Mensurnarben.

Wir würden also nochmal in die Bresche springen – Ehrensache – und den AStA stellen. Die Jusos bestanden auf einer Erhöhung ihrer AStA-Entourage-Gehälter von 580 auf 670 Euro. Auch wir würden uns gerne für Kohle den Arsch im Turm plattsitzen – aber nicht unter einsachtnetto. Wir wissen was wir uns und euch wert sind.

Wir werden allerdings, soviel dürfen wir verraten, nicht warten bis man auf uns zukommt – unnötige Zeitverschwendung. Wir werden bei der nächsten Stupa-Sitzung mit den zu bennenden 15 AStA-ReferentInnen (2 X Innenkoordination, 2 x Außenkoordination, 2 x Linksaußenkoordination, 1 Rechtsverteidiger, 2 Bier- und BratwurstfestreferentInnen, 1 DJ für den Stereoklub, 2 Türsteher Marke „Schrankwand“, 1 Soziopath und 2 richtig harte Koksnasen) auftauchen und den Laden übernehmen. Das sind wir nicht nur uns, das sind wir euch schuldig. Schließlich war unser Motto schon immer: Alles für die Studierendenschaft!

„’You can´t always get what you want’ ist nicht dasselbe wie ´you always have to try´”.
(Concord)

Knutscha,
Eure Lili (AStA-tragende Liste).

PS: Den ganzen Text noch mal schön formatiert hier als *.pdf.

Zur StuPa-Wahl 2011

Vielleicht bedarf es einer Erklärung, warum wir uns mit einem Flyer zur StuPa-Wahl melden, ohne selbst als Liste an zu treten.

Derzeit sehen wir in der „Hochschulpolitik“ keine Perspektive für eine explizit linke Politik. Weil die Universität für viele der in der LiLi aktiven Menschen den größten Bezugsraum darstellt, sind wir natürlich nicht uninteressiert an der konkreten Ausgestaltung von Studien- und oder Arbeitsbedingungen an eben dieser. Wir sehen jedoch nicht, was eine Linke Liste hier leisten könnte, was nicht jede andere Liste auch schaffen kann. Verhandlungen zum Beispiel mit der VWS sind im Wesentlichen durch Ökonomische Rationalität bestimmt, nicht durch die politische Orientierung der studentischen Verhandelnden.

Über die (Un-)Möglichkeit(en) linker Politik an einer Hochschule haben wir auch in unserem Magazin #5 von 2009 geschrieben, das wir hier jeder/m Interessierten ausdrücklich ans Herz legen möchten. Auch wenn die Texte der #5 aus der Diskussion über die damals aktuellen Studierendenproteste entstanden sind, haben sie nichts an Aktualität verloren. Die Proteste, an denen die LiLi an zentraler Stelle engagiert war, richteten sich gegen die mittlerweile abgeschafften Studiengebüren.

Eure LiLi

Die Nackten und die Toten

Nochmals einige Gedanken zu den Studierendenprotesten; ungeordnet compiliert von Jost Eisenstein, wie immer ohne Zuhilfenahme von wasserloslichem Alleskleber. Ganzer Text.

Jost Eisenstein: Verhaltenslehren der Enge: Eine Collage ohne flinke Flasche. (Vorveröffentlichung aus #5: der letzte linke Student macht das Licht aus)

„Verfluchung der Deutschen (weil die Deutschen nicht der Rede wert sind)“ – dies war der Titel eines leider Fragment gebliebenen Essays, an dem die letzte Kommunistin, Gisela Elsner, während der Wendezeit arbeitete. Zum Deutschland, einig Vaterland-Geschreie der neuen und alten Nationalsozialisten, welche die Vereinigung der beiden Deutschlands als friedliche REVOLUTION organisierten/feierten fiel Elsner eine Menge ein.
ganzer Text

#5 erschienen!


Die fünfte Ausgabe unserer Zeitschrift #5 mit dem Themenschwerpunkt „Die (Un-)Möglichkeit linker Politik an den Hoschschulen“ ist erscheinen.

Gedruckte Exemplare werden an der Uni verteilt und in Siegen an den üblichen Orten ausliegen. Gegen Unkostenerstattung wird das Heft auch verschickt, Zusendung von pdf auf Anfrage ( mail an lilisiegen[ät]gmx.de).

Protest ja! Aber bitte realistisch bleiben!

Der rote Hörsaal wurde inzwischen geräumt nach dem Auftauchen von Riotcops von den BesetzerInnen verlassen; alle Distanzierungswut und Zurschaustellung der eigenen Unersthaftigkeit hat also nichts gebracht. Vorher hatten wir noch unsere Solidarität mit folgender Erklärung zum Ausdruck gebracht: (mehr…)

11.12.2009: Vortrag / Diskussion: „Der Geist als Beute“. Zur Universitätskritik der Kritischen Theorie

Die Umstrukturierung der deutschen Hochschullandschaft nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten ist momentan einer der Bereiche, der an den Unis den meisten Widerstand evoziert. Bildung ist ja schließlich keine Ware, wie mit der schon fast sprichwörtlichen Parole immer wieder gegen jede Vernunft beschworen wird. (mehr…)

CHE war gestern

Die Fächer des Fachbereichs 3 werden in Zukunft nicht mehr beim CHE-Hochschulranking auftauchen. Warum das so ist und warum dies aus studentischer Sicht zu begrüßen ist, soll hier kurz erläutert werden.

Wird man von einer Person angesprochen, die CHE auf dem T-Shirt trägt, so ergeben sich im Wesentlichen drei Möglichkeiten: 1. die Person hält sich für alternativ oder gar links, hat aber die letzten zwanzig Jahre allein im stillen Kämmerlein ohne Kontakt zur Außenwelt verbracht, 2. die Person ist ein Nazi, oder 3. die Person ist ein Mitarbeiter des Centrums für Hochschul­entwicklung. In allen drei Fällen sollte man ein Gespräch mit der Person lieber meiden… (mehr…)

Neu im StuPa, Neu bei „Pro-NRW“!

Gereon Breuer, Vorsitzender des hiesigen Rings Christlich- Demokratischer Studenten (RCDS) und Kreisvorsitzender der Jungen Union Siegen Wittgenstein, ist seit Anfang Dezember Mitglied von „Pro-NRW“. Dort fängt er allerdings nicht als kleines Mitglied an, sondern sofort als persönlicher Referent des Vorsitzenden dieser selbsternannten „Bewegung“ und soll sich als solcher um die Internetpräsenzen kümmern und enttäuschte CDUler abwerben. (mehr…)

Und wieder eine Urabstimmung…

Vielleicht kann sich die eine oder der andere noch vage erinnern: Im vergangenen Jahr durften alle eingeschriebenen Studierenden in Siegen gleichzeitig mit den Wahlen des Studierendenparlaments (StuPa) und der Fachschaftsräte (FSR) über das NRW-Semesterticket abstimmen. Die überwiegende Mehrheit aller Beteiligten hat sich für das Ticket ausgesprochen, sodass wir seit dem Sommersemester kostenlos den kompletten Nahverkehr in NRW nutzen können. Praktisch für Cityhopper und noch dazu umweltfreundlich. (mehr…)