Archiv der Kategorie 'Antifa'

Neuer Antisemitismus Watchblog

Heute möchten wir euch auf einen neuen Antisemitismus Watchblog hinweisen, den verschiedene linke Gruppen zusammen angelegt haben, um der aktuellen Welle antisemitischer Vorfälle in Deutschland etwas entgegenzusetzen:

Über dieses Projekt

In den letzten Wochen kam es in der Bundesrepublik zu einer seit 1945 unübertroffenen Qualität antisemitischer Vorfälle: große antiisraelische Aufmärsche wurden begleitet von zahlreichen Übergriffen auf Jüdinnen und Juden, jüdische Einrichtungen, israelsolidarische und antisemitismuskritische Veranstaltungen sowie Pasant*innen und Journalist*innen. Diese Situation ist jedoch nicht auf Deutschland beschränkt: europa- und weltweit kommt es ausgehend von Demonstrationen immer wieder zu gewaltsamen antisemitischen Ausschreitungen.

Auf diesem Blog sollen antisemitische Vorfälle im Zusammenhang mit antiisraelischen Versammlungen dokumentiert sowie Termine von israelsolidarischen Veranstaltungen gesammelt werden. Wir hoffen so, einerseits die Unzumutbarkeit der aktuellen Stimmung aufzuzeigen, welche wesentlich durch die Inaktivität großer Teile des zivilgesellschaftlichen und emanzipatorischen linken Spektrums geprägt ist. Andererseits wollen wir Engagement gegen den grassierenden Antisemitismus bündeln und verstärken. Um dieses Vorhaben inhaltlich zu begleiten, werden über diesen Blog zudem Hintergrundtexte zur Verfügung gestellt.

Da die derzeitige Lage nicht zu erklären ist, ohne die inhaltliche Verknüpfung zwischen antizionistischer Stimmungsmache und antisemitischen Ressentiments, rufen wir zur Intervention gegen israelfeindliche Demonstrationen auf. Dabei kann dies nur einer erster Schritt bei der Bekämpfung von Antisemitismus sein – einer Ideologie, die mit der bürgerlichen Gesellschaft aus dem Antijudaismus entstanden und seit je her in allen Gesellschaftsschichten verbreitet ist.

Infoveranstaltung: “Von Problemhäusern und Klaukids”

Am 30.04.2014 rufen wir, gemeinsam mit anderen Gruppen aus NRW, zu einer Demonstration gegen Rassismus und Antiziganismus in Duisburg auf. Wieso es gerade in Duisburg notwendig ist eine solche Demonstration zu veranstalten erfahrt ihr im Aufruf zur Demo.

Zu diesem Anlass möchten wir euch zu einer Informationsveranstaltung einladen, auf der über die Situation in Duisburg und die geplante Demo berichtet werden soll. Dazu besuchen uns ReferentInnen der Intiative gegen Duisburger Zustände, die zu den aufrufenden Gruppen zählt. Die Veranstaltung findet am Mittwoch den 09. April um 19:00 Uhr im VEB Siegen statt:

Von Problemhäusern und Klaukids – Antiziganismus in Duisburg Infoveranstaltung mit ReferentInnen der Initiative gegen Duisburger Zustände

Seit nunmehr fast zwei Jahren breitet sich in Duisburg mehr und mehr eine antiziganistische Stimmung – bis hin zu Übergriffen – aus. In der Presse bestimmen Schlagzeilen über “Problemhäuser” und “Klaukids” sowie Panikmache vor vermeintlichen “Zuwandererströmen” das Bild. Dadurch fühlen sich Rassist*innen aller Couleuer ermutigt, ihrem Hass in sozialen Netzwerken freien Lauf zu lassen. Auf der Straße formieren sich sogenannte “Bürgerproteste” die ins gleiche Horn stoßen. Auch an den Urnen der letzten Wahl hat sich diese Stimmung deutlich wiedergespiegelt. Dabei kommen die Stichwortgeber antiziganistischer und rassistischer Hetze nicht aus der radikalen Rechten, sondern aus der Mitte der Gesellschaft. Von Polizeisprechern bis hin zum Oberbürgermeister bricht sich ein xenophober Furor Bahn.

Bei der Veranstaltung wird es darum gehen, die hinter diesen Ereignissen stehenden Ressentiments aufzuzeigen und mögliche Reaktionen zu diskutieren. Des weiteren wird im Rahmen der Veranstaltung über eine antifaschistische Demonstration am 30.04. in Duisburg informiert werden, die sich gegen den Antiziganismus und Rassismus vor Ort richtet.
Mehr Infos zur Demonstration gibt es unter:

http://duisburgmonamour.org/

Die Initiative gegen Duisburger Zustände (IgDZ) ist ein ideologiekritisches Bündnis aus der Region.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Linken Liste Siegen (lili.blogsport.de) und dem au­to­no­men Re­fe­rat für kri­ti­sche Wis­sen­schaft und po­li­ti­sche Bil­dung (Links Im Dialog).

Mittwoch, 09.04, 19:00 Uhr

Wir sehen uns am 09.04 im VEB – und am 30.04 in Duisburg!

Verstanstaltungshinweise März

Folgend möchten wir euch auf ein paar Veranstaltung außerhalb Siegens im März hinweisen.

#1
Für den 15. März hat die Neonazipartei „Die Rechte“ einen Aufmarsch in Koblenz angekündigt. Hintergrund ist der andauernde Prozess gegen das „Aktionbüro Mittelrhein“, in dem auch gegen einen Siegener Neonazi ermittelt wurde. In Koblenz hat sich ein Bündnis gegründet und eine Demonstration gegen den Naziaufmarsch angemeldet. Der DGB Siegen hat einen Bus organisiert, mit dem man am 15. aus Siegen nach Koblenz reisen kann:

#2
Antirassistische Demonstration in Duisburg

In Münster wollen am 22. März fundamentalisitsche ChristInnen und andere fiese Leute „gegen Schwan­ger­schafts­ab­brü­che, Ver­hü­tung, Sex vor der Ehe, Ho­mo­se­xua­li­tät und wo­ge­gen Men­schen fun­da­men­ta­lis­ti­scher Aus­rich­tung sonst noch so sind“ demonstrieren. Wie in den letzten Jahren auch veranstaltet die Initiative „Gegen 1000 Kreuze“ eine Gegendemonstration und will feministische und emanzipatorische Inhalte auf die Straße tragen. Mehr dazu findet Ihr auf ihrem Blog.

#3
Antirassistische Demonstration in Duisburg

Am 29. März wird eine Antifa-Demo in Dortmund stattfinden:

In die­sem Jahr jährt sich der Mord an Tho­mas Schulz durch den Neo­na­zi Sven Kah­lin zum neun­ten Mal. Wir neh­men dies zum An­lass, auch die­ses Mal wie­der gegen rech­te Ge­walt zu de­mons­trie­ren und un­se­re So­li­da­ri­tät mit den Op­fern jener Ge­walt zum Aus­druck zu brin­gen. Dabei wol­len wir uns je­doch nicht nur auf Tho­mas Schulz und den in Dort­mund vom NSU er­mor­de­ten Meh­met Kubaşık be­schrän­ken, son­dern auch gegen die Ver­hält­nis­se, die diese Ge­walt erst er­mög­li­chen, de­mons­trie­ren. Nach dem Ver­bot des »Na­tio­na­len Wi­der­stands Dort­mund« (NWDO) durch das NRW-​In­nen­mi­nis­te­ri­um im Au­gust 2012 folg­te wenig spä­ter die Re­or­ga­ni­sa­ti­on der hie­si­gen Szene in der Par­tei »Die Rech­te«. Es hat sich daher ge­zeigt, dass Ver­bo­te nicht viel hel­fen, um Nazis zu be­kämp­fen. Auch wenn ge­walt­tä­ti­ge Über­grif­fe durch Nazis nicht mehr wie noch vor ei­ni­gen Jah­ren trau­ri­ge Re­gel­mä­ßig­keit sind, exis­tie­ren die Na­zi­struk­tu­ren in Dort­mund immer noch. Un­se­re De­mons­tra­ti­on wird daher nach Dorst­feld füh­ren, wo die Nazis auch als Par­tei­mit­glie­der wei­ter­hin woh­nen. Wir wol­len diese trü­ge­ri­sche Ruhe stö­ren!

Dorst­feld ist immer einen Be­such wert!
Gegen Na­zi­struk­tu­ren und rech­te Ge­walt!

29. März 2014 | 14.​00 Uhr | Dort­mund HBF (Vor­platz)

Antirassistische Demonstration in Duisburg

Gedenken an Bruno Kappi

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Heute vor 20 Jahren wurde der sehbehinderte Bruno Kappi auf dem Weg zur Arbeit von Neonazis ermordet. An dieser Stelle möchten wir an ihn erinnern und auf einen Flyer hinweisen, den wir heute im Rahmen einer Kundgebung zum Gedenken an Bruno Kappi verteilt haben.

Kein Vergeben – Kein Vergessen

Festival contre le racisme an der Uni Siegen

Diese Woche ist wieder das „festival contre le racisme“ an der Uni Siegen. Wir möchten euch hier auf ein paar Veranstaltungen hinweisen, die in diesem Rahmen statt finden.

Jürgen Peters: Neonazismus zwischen Terror, Wahlen und Eventkultur
Montag 11. Juni 18 Uhr – Kultkaff@AR-Campus (AR-H 109)

Dr. Christoph Busch: Der Nationalsozialistische Untergrund – Ein neuer Typ rechstradikaler Gewalt
Dienstag 12. Juni 18 Uhr – Senatssaal@AR-Campus (AR-UB 032)

LiLi Siegen: In welcher Stadt leben wir eigentlich?
Donnerstag 14. Juni 16 Uhr – Kultkaff@AR-Campus (AR-H 109)

In diesem Vortrag werden wir unsere Kampagne zur Umbennenung von Straßen in Siegen erreichen, die nach Nationalsozialisten oder deren Vordenkern benannt sind, vorstellen.

Naziaufmarsch am 16.12.09 in Siegen verhindern!

„Es ist mal wieder so weit: Am 16.12.2009 wollen die Nazis in Siegen erneut ihre geschichtsrevisionistische Propaganda unter die Bevölkerung bringen.“ Um dies zu vereiteln, bereitet das Antifaschistische Aktionsbündnis Siegen Gegenmaßnahmen vor.

Auftaktkundgebung: 16:30, Bismarckplatz Weidenau

mehr Infos: aasi.tk

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12.08.09: Antifa Teheran

Ein Bündnis aus antifaschistischen und linksradikalen Gruppen ruft am 12. August zu einem bundesweiten Aktionstag zur Unterstützung der Proteste im Iran auf. Mehr unter antifateheran.blogsport.de.

Siehe auch unseren Beitrag zu den Protesten im Iran.

05.09.09 // Dortmund: „Nationaler Antikriegstag“

S5.noblogs.org

Für den 5. September 2009 mobilisieren die Dortmunder Neonazis zum so genannten „nationalen Antikriegstag“. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Aufmärsche der sich selbst als „Autonome Nationalisten“ bezeichnenden Nazis entwickelt. Sie nehmen international eine Vorreiterrolle für die aktionsorientierte extreme Rechte ein, so dass der Ausgang des Aufmarsches Relevanz für die kommende Entwicklung der Szene in Deutschland haben wird. Dementsprechend hat dieser Aufmarsch mit „Event-Charakter“ eine ganz besondere Brisanz, welche nicht nur den Dortmunder Nazistrukturen Aufwind verleihen soll.

Wir unterstützen den Aufruf des S5-Bündnisses zu Gegenaktionen.

Neues Blog zu rechtsradikalen Aktivitäten in Siegerland

Es gibt ein neues Blog zu den sich in der letzen Zeit häufenden neonazistischen Aktivitäten im Siegerland. Dieses informiert kontinuerlich und aktuell zu neuesten Vorfällen, ermöglicht aber auch einen weitergehenden Einblick in die lokalen Strukturen von NPD, Kammerandschafen usw.

http://recherche-siegen.tk

Antifa-Demo am 01.02.09 in Siegen

Am 16.12.1944 und am 01.02.1945 wurden die beiden größten Luftangriffe auf Siegen geflogen. Die Infrastruktur wurde dabei nahezu völlig zerstört, die Moral der “Zivilbevölkerung” wurde gebrochen und viele Deutsche verloren ihr Leben.

64 Jahre später, am 16.12.2008 mobilisierten die Neonazigrößen Christian Worch und Axel Reitz, gemeinsam mit dem NPD KV Siegen und den “Freien Nationalisten Siegerland” zu einer Demonstration in Siegen und hetzten gegen den “alliierten Bombenterror”. Etwa 100 Deutsche, allesamt – und größtenteils bekennende – Nationalsozialisten, marschierten durch Siegen, hielten reißerische Reden und ließen deutsche Täter zu Opfern werden. (mehr…)