Archiv für März 2012

Wir machen’s…

Liebe KommilitionInnen, liebe FreundInnen,
liebe GenossInnen, liebe Konterrevolutionäre,

da auch die letzte Sitzung des Studierendenparlaments (Mittwoch, 29.02.12) keinen neuen AStA zustande gebracht hat, die Jusos mithin langsam kalte Füße kriegen, uni-grün zu verstehen beginnt, dass tatsächlich auch der letzte Baum abgeholzt werden muss um funktionstüchtige Kopierer zu erhalten und selbst der RCDS sich langsam darüber klar wird, dass die Schwatzbude Mensuren am Genital nicht als Evidenz von Kraft, Stärke und Deutschtum versteht, müssen auch wir uns langsam fragen, an welchem Herd wir unser hochschulpolitisches Feuerchen 2012 denn so entzünden wollen. Also haben wir kurzerhand entschlossen: Wir machen´s. Keine Frage.

Die Jusos dürften mithin beruhigt aufatmen, warb doch ihr einstiger Ministerpräsident (NRW), Wolfgang Clement (Befürworter von Studiengebühren – damals ´Studienkontenmodell´ genannt – und auch sonst ein Arschloch vor dem Herrn…) mit dem schönen Spruch: „Weil er es kann!“.

Nun, auch wir können es noch! Selbstverständlich, stellten wir doch im Superwahljahr 2006/07 den (mittlerweile legendären) Allgemeinen Studierendenausschuss und pflasterten trotz der RCDS-Greuelpropaganda („Die Kommunisten wollen mit ihren 20 Millionen Toten den neuen Parkplatz am AR schottern…“) keine Parkplätze und/oder Mensurnarben.

Wir würden also nochmal in die Bresche springen – Ehrensache – und den AStA stellen. Die Jusos bestanden auf einer Erhöhung ihrer AStA-Entourage-Gehälter von 580 auf 670 Euro. Auch wir würden uns gerne für Kohle den Arsch im Turm plattsitzen – aber nicht unter einsachtnetto. Wir wissen was wir uns und euch wert sind.

Wir werden allerdings, soviel dürfen wir verraten, nicht warten bis man auf uns zukommt – unnötige Zeitverschwendung. Wir werden bei der nächsten Stupa-Sitzung mit den zu bennenden 15 AStA-ReferentInnen (2 X Innenkoordination, 2 x Außenkoordination, 2 x Linksaußenkoordination, 1 Rechtsverteidiger, 2 Bier- und BratwurstfestreferentInnen, 1 DJ für den Stereoklub, 2 Türsteher Marke „Schrankwand“, 1 Soziopath und 2 richtig harte Koksnasen) auftauchen und den Laden übernehmen. Das sind wir nicht nur uns, das sind wir euch schuldig. Schließlich war unser Motto schon immer: Alles für die Studierendenschaft!

„’You can´t always get what you want’ ist nicht dasselbe wie ´you always have to try´”.
(Concord)

Knutscha,
Eure Lili (AStA-tragende Liste).

PS: Den ganzen Text noch mal schön formatiert hier als *.pdf.

M31 Mobilisierungsveranstaltung – Nachtrag

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir möchten noch einmal gesondert darauf hinweisen, dass die Mobilisierungsveranstaltung zum 31. März (dem europaweiten antikapitalistischen Aktionstag in Frankfurt/Main), die am Mittwoch, 7.3., ab 19 Uhr im VEB Siegen stattfindet, neben dem praktisch-organisatorischen Part auch einen inhaltlichen Teil haben wird.

Wir möchten diese Veranstaltung nutzen, um ins Gespräch zu kommen: Wie ist die gegenwärtige Krise entstanden? Sind Krisen dem Kapitalismus inhärent? Wie entsteht eigentlich Staatsverschuldung? Wie ist die konkrete Situation in Griechenland/Spanien? Was ist die Aufgabe der europäischen Zentralbank?
Und – vor allem: Wie kann Gegenwehr, wie kann ein wirksamer Widerstand gegen das kapitalistische System, organisiert werden? Haben wir überhaupt eine Chance?

Vor dem Hintergrund der, sich stetig verschärfenden, Krise des kapitalistischen Systems in Europa (und darüberhinaus) ist es dringlicher denn je sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam für eine bessere Zukunft, für eine bessere, lebenswertere Gesellschaftsform zu kämpfen. 

Wir würden uns also freuen, wenn ihr zur Diskussionsveranstaltung kommt und am 31. März mit uns nach Frankfurt/Main zum europaweiten Aktionstag fahrt.

Solidarische Grüße,

Linke Liste der Universität Siegen (LiLi Siegen)