Archiv für Februar 2012

M31 Mobilisierungsveranstaltung

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen,

hiermit möchten wir euch herzlich zu einer Mobilisierungsveranstaltung zum M-31, dem europäischen Aktionstag gegen Kapitalismus (am 31. März in Frankfurt), einladen. Die Mobilisierungsveranstaltung findet am 7. März um 19 Uhr in den Räumen des VEB Siegen statt.

GenossInnen von projekt k werden uns einen Überblick über den derzeitigen Stand der europaweiten Mobilisierung, die Hintergründe der Demonstrationen und Aktionen und die konkreten Interventionsmöglichkeiten vor Ort geben.

Die Demonstrationen und Aktionen am 31. März in Frankfurt werden getragen von einem breiten Bündnis von Gruppen und Einzelpersonen, die eben nicht daran glauben, dass der Kapitalismus in irgendeiner Art und Weise reformierbar ist oder dass „Gier und Korruption einer kleinen Elite“ die Finanzmärkte zusammenbrechen lassen, sondern dass die Krise der „alltäglichen Profitlogik“ inhärent ist – die Krise ist nicht der Ausnahmezustand, sondern sie ist Teil des kapitalistischen Systems, dass es in Gänze zu bekämpfen gilt. „Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft“ heißt es im Aufruf zur Demonstration, „wir müssen selbst dafür sorgen“.

Der 31. März wird ein radikales Zeichen gegen die „Sparpolitik“ der Regierungen, gegen die Niederschlagung sozialer Kämpfe und für eine emanzipatorische Gesellschaftsformation in ganz Europa setzen. Gruppen und Gewerkschaften aus Griechenland, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Polen und Spanien werden am selben Tag auf die Straße gehen und sich gegen ein System stellen, das Hunger, Zwang und Inhumanität jeden Tag aufs Neue zu seinen Prinzipien erhebt. Organisierter Widerstand ist mithin nötiger denn je.

Die Mobilisierungsveranstaltung in Siegen dient nicht zuletzt der Koordination der gemeinsamen Anreise nach Frankfurt. Falls ihr also plant am Aktionstag teilzunehmen, würden wir uns freuen den Tag gemeinsam mit euch zu planen.

Eure LiLi

Den Einladungstext findet ihr hier noch einmal als *.pdf zum Ausdrucken und Verteilen.

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M31 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus

Die LiLi schließt sich dem internationalen Bündnis linker Gruppen und Basisgewerkschaften an, das für den 31. März 2012 zu einem europaweiten antikapitalistischen Aktionstag aufgerufen hat. Der deutsche Ableger dieses M31 Bündnisses plant eine Demonstration in Frankfurt/Main, zu der bundesweit mobilisiert werden soll. Wir als LiLi werden Anfang März eine Mobilisierungsveranstaltung in Siegen organisieren.

Über die Proteste im Frühjahr hinaus soll dieses Bündnis auch eine Vernetzungsgrundlage sein für weitere Koorperation linker Gruppen und Gewerkschaften. Lest den Aufruf dazu hier.

In Kürze werden wir uns ausführlicher zu unserer Entscheidung, das Bündnis zu unterstützen, äußern.

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Vortrag: Kurden, Störenfriede der nationalen (Un-) Ordnungen im Mittleren Osten

Am Donnerstag, 23. Februar 2012 laden Links im Dialog und die LiLi Siegen Ulf Petersen aus Köln in das VEB Siegen ein. Petersen ist Reisender, Blogger und Kurdistan-Experte. Er wird uns einen Überblick über die, in mehrfacher Hinsicht, schwierige Lage der kurdischen Bevölkerung in der Region geben. Wir laden zu einer Diskussion, die sich nicht am Nationalismus, welcher Couleur auch immer, oder alten antiimperialistischen Formeln orientiert, sondern auch an der Frage nach dem (Über-) Leben der kurdischen Menschen und ihrer Kultur.

Ankündigungstext:

Die mythische „Wiege der Menschheit“, das Land zwischen Euphrat und Tigris (Zweistromland = Mesopotamien), wird von der Ethnie der Kurden bevölkert. Ihre Siedlungsgebiete liegen in den heutigen Staaten Türkei, Irak, Iran und Syrien. Die Staatsgründungen nach dem ersten Weltkrieg (Türkei, Irak und Syrien) gingen an den Kurden vorbei, sie wurden als in verschiedenem Ausmaß unterdrückte große Minderheiten integriert. Ein innerer Feind, Störenfried der neu zu schaffenden Nationen.
Der türkische Soziologe und Marxist İsmail Beşikçi bezeichnete Kurdistan in den 1980er Jahren als „internationaler Kolonie“. Die Aufstände der Kurden, zuletzt der 1984 begonnene Guerillakrieg der PKK in der Türkei, glichen dem Kampf gegen eine Besatzungsmacht.
Die irakischen Kurden wurden nach der Besatzung des Irak zur wichtigsten Stütze für die USA und haben ein symbolträchtiges Quasi- Kurdistan durchgesetzt. In Syrien und im Iran sind die Kurden Teil der explosiven, „balkanischen“ ethnischen Gemengelagen und stören den arabischen bzw. persischen Herrschaftsanspruch. In der Türkei geht der Staat mit großer Härte gegen die zivile kurdische Opposition vor und nutzt den sunnitischen Islam als politische Waffe gegen die kurdische Freiheitsbewegung und die Linke.
Die türkischen Kurden fordern nach wie vor ihr Recht auf Selbstbestimmung ein. Der Wunsch nach einem eigenen Staat ist in den letzten 10 bis 15 Jahren durch das heute als „demokratische Autonomie“ bezeichnete Konzept Abdullah Öcalans ersetzt worden, das die bestehenden Staatsgrenzen nicht antastet und mit sozialistischen, feministischen und ökologischen Gesellschaftsvorstellungen verbunden ist.
Angesichts der 2011 begonnen arabischen Revolten und der dramatischen Entwicklungen zu Syrien, Irak und Iran (Kriege/Aufstand/Zerfall?) ist alles offen, die Utopie eines freien Kurdistans und der kurdische Nationalismus behalten ihre Kraft, im Guten wie im Schlechten.

ACTA

Anlässlich des europaweiten Aktionstages gegen das internationale Handelsabkommen ACTA ein Text eurer LiLi über ACTA und warum das Internet in seiner jetzigen Form im Kapitalismus keine Zukunft haben kann.

Den Text bekommt ihr im PDF-Format hier.

Was bisher geschah

Auch im neuen Jahr war eure LiLi nicht untätig.

Am 17. Januar durften wir zuammen mit Links im Dialog Ronny Blaschke im KultKaff der Uni Siegen begrüßen. In seinem Vortrag berichtete er darüber, wie Neonazis die deutsche Fußballfanszene(n) und Vereinsstrukturen für ihre Propaganda und zur Etablierung neuer rechter Strukturen nutzen.

Ganz besonders stolz sind wir darauf, dass es uns gelungen ist, Diedrich Diederichsen, der sich anlässlich der Tagung „zur Aktualität der Boheme nach 1968″ in Siegen befand, am 2. Februar auch in das VEB Siegen einzuladen. Auf Vorschlag von Diederichsen fand dann dort eine offene Diskussion über aktuelle politsche und kulturwissenschaftliche Themen statt.

Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und wir möchten uns hier noch einmal ausdrücklich bei allen Gästen und natürlich bei den Referenten bedanken!